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Online-Scheidung

Kein Portal, keine App und kein Klick beenden eine Ehe. Geschieden wird in Deutschland ausschließlich durch richterlichen Beschluss am Familiengericht (§ 1564 BGB).

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Was digital läuft

Wo online endet

Online ist nur der Weg zum Gericht, und der kann Ihnen viel Aufwand ersparen. Vollmacht, Belege und Auskünfte schicken Sie uns per E-Mail oder Post, ohne Kanzleibesuch. Wir schreiben den Scheidungsantrag und reichen ihn beim zuständigen Familiengericht ein.

Am Anfang steht eine Einschätzung per Video oder in der Kanzlei: Wir klären, was Ihr Fall braucht und ob der digitale Weg trägt. Das geht bundesweit. Ist das Trennungsjahr absehbar um, bereiten wir den Antrag vor; bis er beim Gericht liegt, dauert es meist ein bis zwei Wochen.

Danach übernimmt das Gericht, und dort gelten dieselben Regeln wie bei jeder anderen Scheidung. Das Familiengericht soll das persönliche Erscheinen beider Eheleute zum Scheidungstermin anordnen und sie selbst zum Scheidungswillen anhören (§ 128 Abs. 1 FamFG). Es will sich einen unmittelbaren Eindruck verschaffen. Kein Portal ersetzt diesen Termin. Sie können aber beantragen, per Video teilzunehmen; das Gericht soll das in geeigneten Fällen erlauben und muss eine Ablehnung kurz begründen (§ 128a ZPO).

Bequemer wird der Ablauf, schneller nicht

Rechtlich unterscheidet sich eine Online-Scheidung in nichts von jeder anderen. Mit einer Scheidung ganz vom Sofa aus sollten Sie deshalb nicht rechnen.

Das Formular

Was macht unser Formular so besonders?

Eigentlich nichts. Es fragt dasselbe ab, was wir sonst im Erstgespräch von Ihnen erfahren würden: Angaben zu Ihnen beiden, zur Heirat und zur Trennung, zu Kindern, Unterhalt, Wohnung und Rente. Weil Sie uns Ihre Angaben aber vorher schicken, können wir uns auf Ihr Gespräch vorbereiten, und die Zeit im Termin bleibt für Ihre Fragen.

  • In Ruhe: Sie brauchen etwa eine halbe Stunde.
  • Geprüft: Wir sehen Ihre Angaben durch und sagen Ihnen, welche Unterlagen noch fehlen.
  • Digital & diskret: Ein persönlicher Termin mit uns findet nur auf Ihren ausdrücklichen Wunsch statt.

Was das Formular nicht ist

Das Formular ist kein Auftrag. Mit dem Senden ist noch kein Mandat erteilt, und Kosten entstehen erst, wenn wir ein Erstgespräch bestätigen. Es ersetzt auch keine Beratung: Ob Ihr Fall so einfach ist, wie er aussieht, klären wir im Gespräch.

Die Vertretung

Brauchen Sie trotzdem einen Anwalt?

Ja. Vor dem Familiengericht gilt Anwaltszwang (§ 114 Abs. 1 FamFG), den Scheidungsantrag kann nur ein Anwalt einreichen. Sind Sie sich einig, genügt einer: Eine Seite stellt den Antrag, die andere stimmt vor Gericht zu und braucht dafür keinen eigenen (§ 114 Abs. 4 Nr. 3 FamFG).

Hinter Ihrem Antrag steht eine Kanzlei mit Namen. Das Verfahren führt Rechtsanwältin Mieke Karcher, und sie ist auch diejenige, die Sie erreichen, wenn im Verfahren etwas unklar ist.

Wann ein Anwalt genügt

Die Voraussetzung

Bleibt das Trennungsjahr?

Ja, und kein Anbieter verkürzt es. Geschieden wird in der Regel erst nach einem Jahr Trennung (§§ 1565, 1566 BGB); getrennt leben können Sie auch unter einem Dach.

Wann das Trennungsjahr beginnt und ab wann Sie einreichen

Die Gebühren

Was sie kostet

Die Kosten richten sich nach dem Gesetz und nicht nach dem gewählten Anbieter: Gerichts- und Anwaltsgebühren hängen vor allem vom Einkommen beider Eheleute ab (§§ 43, 50 FamGKG). Reicht das Einkommen nicht, gibt es Verfahrenskostenhilfe; Sie zahlen dann nichts oder in Raten.

Vorsicht bei einem Festpreis

Er deckt in aller Regel nur den einfachsten Fall ab. Sobald Unterhalt, Sorgerecht oder eine Auseinandersetzung über Vermögen hinzukommen, steigt der Aufwand, und der Preis steigt mit.

Ihre Kosten mit eigenen Zahlen überschlagen

Der Vergleich

Worauf bei Anbietern zu achten ist

Die entscheidende Frage lautet, wer Ihren Antrag tatsächlich verantwortet, eine Kanzlei oder eine reine Vermittlung, und ob Sie diese Person erreichen, wenn das Verfahren Fragen aufwirft. Das ist keine Formalie: Ein Scheidungsantrag ist ein anwaltlicher Schriftsatz, und wer ihn zeichnet, haftet für ihn.

Ein zweiter Prüfpunkt ist der Versorgungsausgleich. Das Gericht führt ihn in aller Regel von Amts wegen durch, auch wenn der Antrag ihn nicht erwähnt (§ 137 Abs. 2 FamFG). Ein Angebot, das davon schweigt, lässt einen Kernpunkt des Verfahrens aus.

Was beim Versorgungsausgleich geteilt wird

Rechtsstand November 2026. Die Paragrafen stehen im BGB, im Gesetz über das Verfahren in Familiensachen, in der ZPO, im FamGKG und im RVG.

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Der erste Schritt

Eine Stunde für Ihre Fragen

Im Erstgespräch sprechen Sie je nach Thema mit Mieke oder Dietrich Karcher, in unserer Kanzlei in Frankfurt oder per Zoom.

Was Ihnen das Gespräch bringt

  • Klarheit: Sie erfahren, was in Ihrem Fall gilt und was als Nächstes zu tun ist.
  • Vorbereitet: Wir sagen Ihnen, welche Unterlagen Sie brauchen.
  • In Ruhe entscheiden: Ob Sie uns danach beauftragen, liegt bei Ihnen.

Das Erstgespräch kostet bis zu 190 Euro zuzüglich Umsatzsteuer, höchstens 226,10 Euro (§ 34 RVG). Übernehmen wir Ihr Mandat, wird der Betrag auf die weiteren Gebühren angerechnet. Wie sich die Gebühren berechnen

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