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Ratgeber · Daten & Fakten

Scheidung in Deutschland – die Zahlen

Eingeordnet von Rechtsanwältin Mieke Karcher · Frankfurt-Gallus · Stand 2026

Wer vor einer Trennung steht, fühlt sich schnell allein damit. Die Statistik zeigt etwas anderes – und sie zeigt zugleich, dass sich das Bild seit Jahren wandelt: Es wird seltener geschieden, und Ehen halten im Schnitt länger als noch vor zwanzig Jahren.

Ein Blick auf die offiziellen Zahlen.

Stand 2024

Die wichtigsten Eckdaten

129.300

Ehescheidungen 2024

nahezu unverändert zum Vorjahr

280

Scheidungen je 1.000 Ehen

sinkt tendenziell seit 2005

50,8 %

mit minderjährigen Kindern

rund 65.700 betroffene Paare

14 J. 8 Mon.

Ø Ehedauer bis zur Scheidung

so lang wie kaum je zuvor

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), 2025.

Trend 2000–2024

Der Scheidungstrend im Verlauf

Die Scheidungsziffer gibt an, wie viele von je 1.000 Ehen rechnerisch geschieden werden. Sie hat ihren Höchststand Mitte der 2000er-Jahre längst hinter sich gelassen. Schalten Sie auf die Ehedauer um – sie zeigt die Gegenbewegung: Ehen, die geschieden werden, hielten zuletzt deutlich länger.

2000 2005 2010 2015 2020 2024 250 300 350 400 450 je 1.000 Ehen 2000: 373,1 je 1.000 Ehen 2001: 383,6 je 1.000 Ehen 2002: 401,2 je 1.000 Ehen 2003: 424,1 je 1.000 Ehen 2004: 424,9 je 1.000 Ehen 2005: 403,7 je 1.000 Ehen 2006: 384,9 je 1.000 Ehen 2007: 379,4 je 1.000 Ehen 2008: 391,0 je 1.000 Ehen 2009: 380,9 je 1.000 Ehen 2010: 389,0 je 1.000 Ehen 2011: 391,0 je 1.000 Ehen 2012: 374,9 je 1.000 Ehen 2013: 357,1 je 1.000 Ehen 2014: 353,6 je 1.000 Ehen 2015: 347,1 je 1.000 Ehen 2016: 346,3 je 1.000 Ehen 2017: 328,6 je 1.000 Ehen 2018: 318,5 je 1.000 Ehen 2019: 320,4 je 1.000 Ehen 2020: 308,3 je 1.000 Ehen 2021: 309,0 je 1.000 Ehen 2022: 292,5 je 1.000 Ehen 2023: 277,5 je 1.000 Ehen 2024: 280,3 je 1.000 Ehen
Datentabelle anzeigen
Scheidungsziffer und durchschnittliche Ehedauer in Deutschland, 2000–2024
Jahr Scheidungen je 1.000 Ehen Ø Ehedauer (Jahre)
2000 373,1 12,9
2001 383,6 12,9
2002 401,2 12,9
2003 424,1 13,1
2004 424,9 13,4
2005 403,7 13,6
2006 384,9 13,7
2007 379,4 13,9
2008 391,0 14,1
2009 380,9 14,3
2010 389,0 14,2
2011 391,0 14,5
2012 374,9 14,6
2013 357,1 14,7
2014 353,6 14,7
2015 347,1 14,9
2016 346,3 15,0
2017 328,6 15,0
2018 318,5 14,9
2019 320,4 14,8
2020 308,3 14,7
2021 309,0 14,5
2022 292,5 15,1
2023 277,5 14,8
2024 280,3 14,7

Was die Zahlen bedeuten

Einordnung aus der Praxis

Der sinkende Trend bedeutet nicht, dass Ehen seltener scheitern – er hängt auch damit zusammen, dass insgesamt weniger und später geheiratet wird. Für die Praxis zählt etwas anderes: Die meisten Verfahren laufen heute einvernehmlich – und das schlägt unmittelbar auf Dauer und Kosten durch.

Was eine Scheidung kostet und wovon der Verfahrenswert abhängt, rechnen wir Ihnen auf der Seite Was kostet eine Scheidung? transparent vor. Wie ein Verfahren Schritt für Schritt abläuft, lesen Sie unter Ablauf der Scheidung.

Quellen

  • Statistisches Bundesamt: „Rund 129 300 Ehescheidungen im Jahr 2024", Pressemitteilung PD25_228 vom 3. Juni 2025. destatis.de
  • Statistisches Bundesamt: „Maßzahlen zu Ehescheidungen" (Zeitreihe Scheidungsziffer und Ehedauer, 2000–2024). destatis.de

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