Digitale Korrespondenz oder persönliche Termine ?

Die moderne, digitale Korrespondenz über die gängigen Medien, ist in der heutigen Welt kaum noch weg zu denken. Ist dieser Weg der Korrespondenz doch oftmals schneller und unkomplizierter. Schließlich kann man so seine E-Mail oder WhatsApp dann verschicken, wenn man dafür Zeit findet. Der Kommunikationspartner kann hierauf ebenfalls dann antworten, wenn er hierfür Zeit findet. Man ist nicht mehr darauf angewiesen, einen zeitlichen Slot zu finden, in denen der Gesprächspartner ebenfalls Zeit hat.

Im Bereich der anwaltlichen Korrespondenz kann dies oft den Termin beim Anwalt/der Anwältin ersparen, den man meist lange im Vorfeld vereinbaren muss und für den man nicht selten einen halben freien Vormittag oder Nachmittag opfern muss. Da klingt die Werbung der Onlinescheidung mit digitaler Korrespondenz doch wahrlich verlockend. Korrespondieren wann man möchte, keine Wartezeit, keine Fahrtzeit, etc.

Auch wir von KARCHER Rechtsanwälte bieten unseren Mandaten Onlinescheidungen bzw. digitale Korrespondenz bei Scheidungen mit unseren Mandanten an und stellen fest, dass immer mehr Mandanten dieses Angebot sehr gerne annehmen, oder uns gezielt beauftragen, weil wir uns in der Korrespondenz mit unserem Mandanten, soweit möglich, nach den Wünschen der Mandanten richten und diesbezüglich sehr flexibel sind. Und ja, wir können sagen, auch im anwaltlichen Bereich ist die digitale Korrespondenz äußerst praktisch.

Doch wie gut funktioniert dies in der Praxis tatsächlich? Und für wen ist diese Form der Korrespondenz eigentlich geeignet? Gerade eine Scheidung ist doch eine sehr persönliche Sache, in der das Verhältnis von Mandant/Mandantin zu Anwalt/Anwältin nicht zuletzt von Vertrauen geprägt sein sollte. „Sehr gut funktioniert das!“ Können wir hierzu aufgrund unserer bisherigen Erfahrung antworten.

Es ist allerdings zu berücksichtigen, dass sich nicht jede Scheidung und auch nicht jeder Mandant dazu eignet, die Korrespondenz online, bzw. digital zu führen.

Es ist eigentlich selbstredend: Wer auch sonst nicht überwiegend seine geschäftlichen Angelegenheiten online erledigt, der sollte dies auch nicht bei einer Scheidung tun. Schon gar nicht, aus der Motivation heraus, hierdurch gegebenenfalls Geld sparen zu wollen. Dies wäre absoluter Quatsch. Denn eine Onlinescheidung ist gar nicht günstiger ist, als eine Scheidung mit persönlichen Besprechungsterminen. Die Rechtsanwaltsgebühren richten sich nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz  (RVG) und dieses orientiert sich für die Bemessung der Gebühren am Verfahrenswert und nicht daran, ob man Online oder persönlich korrespondiert. Die Rechtsanwaltsgebühren sind also nach RVG in beiden Fällen gleich. Lesen Sie auch:  Was kostet eine Scheidung?

Wer allerdings in der digitalen Korrespondenz geübt ist, der hat oft auch keine Berührungsängste, seine Scheidung digital durchzuführen. Insbesondere in den Fällen, in denen die Eheleute eine einvernehmliche Scheidung anstreben und in denen es keine oder nur wenige Scheidungsfolgesachen zu regeln gibt. Für diese Mandanten ist die digitale Korrespondenz perfekt. Lesen Sie auch: Ist eine Onlinescheidung für mich geeignet?

In streitigen Scheidungen ist aber nach wir vor die persönliche Korrespondenz sinnvoller. Man kann sagen: Je streitiger eine Scheidung und je mehr Scheidungsfolgen zu regeln sind, desto mehr bietet es sich an, dies in einem persönlichen Gespräch zu tun. Oftmals ist es dann erforderlich, gemeinsame Strategien und Konzepte zu entwickeln. In diesen Fällen spielen auch viele Emotionen eine große Rolle. Diese zu kanalisieren und am Ende eine wirtschaftlich sinnvolle Lösung zu erarbeiten, gelingt in einem persönlichen Gespräch oft besser und führt dann im Ergebnis auch schneller zum Erfolg.

Wir von KARCHER Rechtsanwälte sind im Hinblick auf den Kommunikationsweg grundsätzlich flexibel. Gerne richten wir uns sehr gerne nach den Wünschen unserer Mandanten. Natürlich haben wir aber auch ein Gespür dafür, wann ein persönlicher Besprechungstermin erforderlich ist, oder jedenfalls ein Telefonat. Wir behalten uns daher auch vor, den Kommunikationsweg zu wechseln. Wenn wir dies für erforderlich halten, schlagen wir Ihnen einen persönlichen Besprechungstermin vor. Selbstverständlich fallen hierfür keine weiteren Kosten an.

Let´s get in contact – digital oder persönlich – welcher Weg auch immer für Sie sympathischer ist!